ARI@LAR | GAME PREVIEW

von Valentin Lebrun

“All or nothing!” So oder so ähnlich könnte man das Spiel heute Abend gegen die Rams beschreiben. In diesem Fall geht es um die Teilnahme der Cardinals an den Playoffs.

Sollten sie gegen die Rams gewinnen ist die Playoffteilnahme garantiert! Gelingt den Cardinals gegen die Rams in LA ein Unentschieden, sind sie ebenfalls in den Playoffs, vorausgesetzt die Chicago Bears verlieren ihr letztes regular Season Game gegen die Green Bay Packers.

Am Besten für die Cardinals wäre, wenn sie und die Bears gewännen, da die LA Rams dann nicht an den Playoffs teilnehmen würden und ein weiteres Divisional Rival Game abgesehen von einem gegen die Seahawks komplett auszuschließen wäre.

Da es bei beiden Teams um alles oder nichts geht, kann man sich heute Abend ab 22:25 auf eine wahre Schlacht einstellen, bei der der Sieg hart umkämpft sein wird.

Die Rams haben bereits offiziell bekannt gegeben, dass der Starting Quarterback Jared Goff aufgrund eines gebrochenen Daumens das Spiel nicht bestreiten wird. Ebenfalls Spielentscheidend könnte der Ausfall von Star Receiver Cooper Kupp sein, der in der bisherigen Season bei den Rams am meisten Pässe gefangen hat. Ebenfalls ausfallen wird der Running Back der Rams Darrell Henderson, der auf der Injury reserved Liste steht. Natürlich sind die Ausfälle von Kupp und Henderson fatal für die Rams jedoch kann man in den individuellen Stats erkennen, das die anderen Receiver und Running Backs der Rams fähige Mitspieler sind, die die eben genannten Ausfälle durchaus kompensieren könnten. Der Status des zweiten Rams Running Backs Cam Akers ist ebenfalls fraglich. Da er aber am Freitag schon teilweise beim Training mitgemacht hat, ist davon auszugehen, dass er spielen wird.

Aufgrund des Potentials der anderen Startspieler, muss man davon ausgehen, dass die Ausfälle bei den Rams auf der Receiver und Runningback Position nicht unbedingt ausschlaggebend sein werden. Natürlich wird das Playcalling entsprechend angepasst und man hat vielleicht weniger Variationsmöglichkeiten beim Playcalling. Der Starting Quarterback der Rams, wird den wahrscheinlich entscheidensten Unterschied ausmachen.

Die Rams geben sich sehr zuversichtlich, das Ersatzquarterback John Wolford ein würdiger Goff Ersatz ist. Sowohl Sean McVay als auch die Mitspieler äußerten sich mehr als positiv über den Quarterback, der sich 2018 bei der AAF ( damalige Alternativliga zur NFL) bei den Arizona Hotshots einen Namen machte. Besonders gelobt wird hierbei seine Wurfstärke und Genauigkeit gepaart mit seiner hohen Football IQ, die seine Physis ausgleichen soll und ihn zu einem nicht zu unterschätzenden Gegner machen soll.

Positiv für die Cardinals ist ebenfalls, das Murray seine scheinbare Verletzung beim letzten Play gegen die 49ers auskuriert hat. Er wird auf jeden Fall das Spielfeld als starting Quarterback betreten. Ob er sich am Laufspiel beteiligen wird oder eher aus der Pocket heraus agieren wird bleibt abzuwarten. Über den genauen Zustand seines Knies geben die Cardinals nämlich keine weiteren Informationen. Gespannt dürfte man auf jeden Fall darauf sein, ob Chase Edmonds am Spiel teilnehmen wird. Bei den bisherigen Trainings diese Woche war er nicht dabei, was möglicherweise darauf hindeutet, dass er nicht Spielen wird. Doch auch hier geht aus dem Injury Report noch keine klare Tendenz hervor.

Durch die vielen wichtigen Ausfälle bei den Rams scheinen die Karten für die Cards zu spielen. Es ist allerdings auch bekannt, dass die Cardinals eine besondere Schwäche gegen Verletzungsgeschwächte Teams haben. Der beste Beweis dafür ist, das vergangene Spiel der Cardinals gegen die 49ers, bei dem das Team aus Santa Clara unter anderem mit dem dritten QB und ohne ihrem Hauptrunner Raheem Mostert auflaufen mussten und gewonnen haben. 

Der Haupttrumpf der Rams ist mit Abstand die Defense. Sie hat im Durchschnitt diese Season nur 286,5 Yards pro Spiel zugelassen und ist damit #1 in der NFL!

Spielentscheidend wird sein, wie gut die O-Line gegen Aaron Donald und co. Murray Zeit verschaffen können wird. Ein großer Faktor wird mit Sicherheit auch die Connection zwischen Murray und DeAndre Hopkins sein. Gelingt das Zusammenspiel zwischen den beiden Spielern und schaffen es die Cardinals individuelle Fehler gering zu halten, ist ein Sieg durchaus vorstellbar.

Egal wie das Spiel ausgeht, die Cardinals haben eine gute Saison mit aufs und abs hinter sich. Klar waren manche Niederlagen vielleicht unnötig, sie haben es aber nach einer Saison des Neuaufbaus geschafft, in Reichweite der Playoffs zu kommen. Mit einer guten Leistung am heutigen Abend, könnten die Cardinals es sogar in die Playoffs schaffen. Hoffen wir für die gesamte Birdgang, dass das Spiel für die Cards ausgeht und die Fans mit mindestens einem weiteren Spiel belohnt werden!

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